Not being able to sleep
Nicht einschlafen können
Question
Ich bin hundemüde.
Sobald ich im Bett liege, bin ich hellwach, mein Herz schlägt schnell, ich schwitze und kann nicht einschlafen.
Was ist los?
Wie kann ich einschlafen?
Frage
Ich bin hundemüde.
Sobald ich im Bett liege, bin ich hellwach, mein Herz schlägt schnell, ich schwitze und kann nicht einschlafen.
Was ist los?
Wie kann ich einschlafen?
Feedback
Rückmeldung
Das Einschlafen funktioniert wirklich toll.
Ich bin jetzt eine Woche lang mit Hilfe dieser Übungen eingeschlafen und der Schlaf war tief und erholsam wie schon lange nicht mehr.
Vielen Dank, diese Übung ist eine unglaubliche Hilfe.
Das Muster
Erkenne, dass du dich erbarmungslos fertig machst, sobald du im Bett liegst. Du bist die Routine, die automatisch in deinem Hirn abläuft sobald du dich hinlegst, so gewohnt, dass du gar nicht begreifst was passiert.
Wir wollen uns die einzelnen Schritte, die jedesmal wenn du dich hinlegst in fester Abfolge von dir abgespult werden, einmal genau ansehen:
- Du freust dich aufs Bett. Jeden Abend, wenn es ans hinlegen geht, freust du dich. Du bist wahnsinnig glücklich, dass der Tag geschafft ist, dass alles erledigt ist und dass du es dir jetzt ganz und gar gut gehen lassen kannst. Die nächsten Stunden gehören dir und du willst diese Stunden vollkommen genießen und dir selber schenken.
- Du grämst dich über all die Dinge, die du heute nicht geschafft hast. Das kann blitzartig kurz sein. Irgendein Gedanke, was du hast erledigen wollen, aber noch nicht geschafft hast, kommt dir in den Kopf. Das kann beim Zähneputzen passieren oder irgendeinem anderen Moment, wo dein Hirn leer und antriebslos baumelt, du aber noch nicht im Bett liegst.
- Der Gedanke, etwas nicht getan zu haben, was du hast erledigen wollen löst bei dir unweigerlich Angst aus. Du bist diese Angst so gewohnt, dass du sie gar nicht mehr wahrnimmst. Sie passiert einfach im Vorübergehen. Es geht immer mit einem leichten frösteln einher. Diese frösteln zieht durch deinen Körper und erhöht die Freude auf das warme Bett. Dieser Gedanke wird meist deshalb nicht als bedrohlich empfunden, weil sie von der Freude auf den Feierabend noch überdeckt wird.
- Entscheidend ist aber, dass dein Ego sich entschieden hat Angst zu haben. Angst vor der Zukunft. Angst vor dem was wird. Angst vor den Herausforderungen der kommenden Tage. Es entsteht ein ganzer Wust an Gedanken und Vorstellungen die aber fast komplett unbewusst passieren. Sie sind unbewusst, weil du es so gewohnt bist, diese Gedanken zu haben. Sie steigen kaum noch an die Oberfläche. Im Tag Bewusstsein bist du meist in der Lage die Angst abzuschnüren. Entweder in dem du irgendetwas tust, das der Angst entgegen wirkt, etwas erledigst, oder in dem du dich bewusst entscheidest der Angst keinen Raum zu lassen. Aber in diesem Moment, der von der Freude auf den Abend überdeckt wird, nimmst du die Angst gar nicht wahr. Du nimmst sie als Feind nicht ernst.
- Das Ego stürzt sich auf diese Angst, der du nicht Einhalt zu bieten vermagst, weil du ihrer kaum bewusst bist. Du willst abschalten, deine Lektüre lesen oder schlafen. Du glaubst dein Hirn auf abschalten zu stellen. Auf loslassen gestellt zu haben. Was du wirklich tust ist deinen unbewussten Gedanken freien Lauf zu lassen, weil du dir nicht die Mühe gibst dich der Angst entgegenzustellen. Gerade weil du dich entspannst, weil du innerlich loslässt, weil du nicht mehr in Kämpferlaune bist, bist du deinem kaum bewussten Hirn hilflos ausgeliefert.
In diesem Moment ist es bereits zu spät. Jetzt ist ein Prozess gestartet, der dich am Einschlafen stört. Möglicherweise dringen die Gedanken jetzt in dein Bewusstsein und vereiteln vollends den Traum vom entspannten Abend. Oder sie bleiben im Halbbewusstsein und halten dich noch lange wach.
Das Muster ändern
Der erste Schritt ist, das Muster zu erkennen. Zu begreifen was passiert, welcher Prozess in deinem Innern abläuft und im richtigen Moment einzugreifen und dich zu umarmen. Das wichtigste ist, dich zu umarmen, dir die Liebe zu geben, die Gewissheit zu haben, der Zukunft, der Angst nicht mehr ausgeliefert zu sein.
Wenn du deine Abendtoilette machst, stelle dich frei in den Raum. Schaffe ein Bild vor deinem inneren Auge, das die Freude und das Glück, das der Abend dir bringen wird, symbolisiert. Vereinige dich dann mit diesem Symbol, werde das Symbol. Lass die Freude und das Glück dich jetzt entspannen zu können, dich jetzt hinlegen zu können in dich hinein. Spüre es am ganzen Körper. Das entscheidende ist nicht die Übung, sondern die Freude auf den Schlaf in deinem ganzen Körper zu spüren. Die Freude auf das Schlafen körperlich werden zu lassen. Die Freude zu sein. Die Entscheidung ist aus dem Kopf und in den Körper zu gehen. Du kannst die Übung beliebig abwandeln. Wichtig ist die Freude über den Feierabend, den Schlaf ganz und gar in den Körper zu lassen. Verlagere dein Bewusstsein aus dem Kopf in den Körper. Du kannst auch leicht atmen oder andere Übungen tun, die das Körperbewusstsein stärken.
Wenn du feststellst, dass du nicht einschlafen kannst, ist es wichtig zu erst die Embracing myself Übung zu machen:
I will not mess up my future.
I am as strong tomorrow as I am strong today.
Wenn du dir dieses Textes gegenwärtig bist, kannst du eine beliebige Übung machen um dich in den Körper zurückzuholen. Wenn du schon im Bett liegst, ist es hilfreich langsam und bewusst in den Bauch (nicht in die Brust) zu atmen. Achte aber darauf, dass zu viel Sauerstoff den Körper energetisiert und am Schlaf hindert. Finde dann ein Bild das die Freude auf den Schlaf symbolisiert und werde das Bild. Wenn du schon im Bett liegst ist es hilfreich die Freude nicht zu sehr zu stärken (weil Freude energetisiert).
Versuche auf keinen Fall den Gedanken Einhalt zu gebieten, sie zur Seite zu schieben oder gedanklich auf sie einzuwirken. Das verstärkt lediglich die Angst. Gehe so wenig wie möglich auf deine Gedanken ein. Wichtiger ist die Idee Schlaf und das Körpergefühl in dir zu stärken.